Teil eines Werkes 
3. Bd. (1816) Werke
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453³3 ſie ihm nun begegnen, wenn ſie ſich ihm gleichfam aufdringen, erkennt er ſie nicht und weicht vor ihnen K

zuruͤck. Alles, was ich mir ſeit jener ungluͤcklichen Nacht, die mich von Marianen entfernte, nur traͤu⸗ men ließ, ſteht vor mir, und bietet ſich mir ſelbſt an. Hierher wollte ich fluͤchten, und bin ſachte hergeleitet worden; bey Serlo wollte ich unterzukommen ſuchen, er ſucht nun mich, und bietet mir Bedingungen an, die ich als Anfaͤnger nie erwarten konnte. War es denn blos Liebe zu Marianen, die mich ans Theater feſſel⸗ te? oder war es Liebe zur Kunſt, die mich an das Maͤdchen feſtknuͤpfte? War jene Ausſicht, jener Aus⸗ weg nach der Bühne blos einem unordentlichen, unru⸗ higen Menſchen willkommen, der ein Leben fortzuſetzen wuͤnſchte, das ihm die Verhältniſſe der buͤrgerlichen Welt nicht geſtatteten, oder war es Alles anders, rei⸗ ner, wuͤrdiger? und was ſollte dich bewegen koͤnnen, deine damaligen Geſinnungen zu aͤndern? Haſt du nicht vielmehr bisher ſelbſt unwiſſend deinen Plan ver⸗ folgt? Iſt nicht jetzt der letzte Schritt noch mehr zu billigen, da keine Nebenabſichten dabey im Spiele ſind, und da du zugleich ein feyerlich gegebenes Wort halten, und dich auf eine edle Weiſe von einer ſchweren Schuld befreyen kannſt? Alles, was in ſeinem Herzen und ſeiner Einbindungs⸗ kraft ſich bewegte, wechſelte nun auf das Lebhafteſte ge⸗ gen einander ab. Daß er ſeine Mignon sehalten koͤnne,

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