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geſällig. Er ſchien des guten Glucks bey Frauen ge⸗ wohnt zu ſeyn, das machte mich aufmerkſam; er war keinesweges ſchmeichelnd und andringend, das machte mich ſorglos.
In der Stadt ging er mit Wenigen um, war meiſt zu Pferde, beſuchte ſeine vielen Bekannten in der Ge⸗ gend, und beſorgte die Geſchaͤfte ſeines Hauſes. Kam er zuruͤck, ſo ſtieg er bey mir ab, behandelte meinen immer kraͤnkern Mann mit warmer Sorge, ſchaffte dem Leidenden durch einen geſchickten Arzt Linderung, und wie er an Allen, was mich betraf, Theil nahm, ließ er mich auch an ſeinem Schickſale Theil nehmen. Er erzaͤhlte mir die Geſchichte ſeiner Campagne, ſeiner un⸗ überwindlichen Neigung zum Soldatenſtande, ſeine Fa⸗ milienverhaͤltniſſe; er vertraute mir ſeine gegenwaͤrtigen Beſchaͤftigungen. Genug, er hatte nichts Geheimes vor mir; er entwickelte mir ſein Innerſtes, ließ mich in die verborgenſten Winkel ſeiner Seele ſehen; ich lernte ſeine Faͤhigkeiten, ſeine Leidenſchaften kennen. Es war das Erſtemal in meinem Leben, daß ich eines herzlichen, geiſt⸗ reichen Umgangs genoß. Ich war von ihm angezogen, von ihm hingeriſſen, eh' ich uͤber mich Ffbſ Betrachtun⸗ gen anſtellen konnte.
Inzwiſchen verlor ich meinen Mann ohngefähr wie ich ihn genommen hatte. Die Laſt der theatraliſchen Geſchäͤfte fiel nun ganz auf mich. Mein Bruder, un⸗ verbeſſerlich auf dem Theater, war in der Haushaltung
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