Teil eines Werkes 
3. Bd. (1816) Werke
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Ich wuſſte zuletzt nicht, wohin ich mich wenden ſollte; ſie duͤnkten ſich zu klug, ſich unterhalten zu laſſen, und ſie glaubten mich wunderſam zu unterhalten, wenn ſie an mir herum taͤtſchelten. Ich fieng an, ſie Alle von Herzen zu verachten, und es war mir eben, als wenn die ganze Nation ſich recht vorſaͤtzlich bey mir durch ihre Abgeſandten habe proſtituiren wollen. Sie kam mir im Ganzen ſo linkiſch vor, ſo ubel erzogen, ſo ſchlecht un⸗ terrichtet, ſo leer von gefaͤlligem Weſen, ſo geſchmack⸗

los. Oft rief ich auch: es kann doch kein Dentſcher ei⸗

nen Schuh zuſchnallen, der es nicht von einer fremden Nation gelernt hat!

Sie ſehen, wie verblendet, wie hypochondriſch unge⸗ recht ich war, und je laͤnger es waͤhrte, deſto mehr nahm meine Krankheit zu. Ich haͤtte mich umbringen koͤn⸗ nen; allein ich verfiel auf ein ander Extrem: ich verhei⸗ rathete mich, oder vielmehr ich ließ mich verheirathen.

Mein Bruder, der das Theater uͤbernommen hatte,

wuͤnſchte ſehr einen Gehuͤlfen zu haben. Seine Wahl fiel auf einen jungen Mann, der mir nicht zuwider war, dem Alles mangelte, was mein Bruder beſaß, Genie, Leben, Geiſt und raſches Weſen; an dem ſich aber auch Alles fand, was jenem abging: Liebe zur Ordnung, Fleiß, eine koͤſtliche Gabe hauszuhilten⸗ und mit Gelde umzugehen. 4

Er iſt mein Mann geworden, ohne daß ich weiß

wie; wir haben zuſammen gelebt, ohne daß ich recht

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