Teil eines Werkes 
3. Bd. (1816) Werke
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entdeckte ich, daß darin meine Helden⸗ und Frendenwelt aufeinander gepackt ſey. Ich wollte die oberſten aufhe⸗ ben, betkgahten, die unterſten hervorziehen; allein gar bald verwierte ich die leichten Draͤte, kam daruͤber in Un⸗ ruhe und Bangigkeit, beſonders da die Koͤchin in der be⸗ nachbarten Kuͤche einige Bewegungen machte, daß ich al⸗ les, ſo gut ich konnte, zuſammendruͤckte, den Kaſten zu⸗ ſchob, nur ein geſchriebenes Buͤchelchen, worin die Ko⸗ moͤdie von David und Goliath aufgezeichnet war, das oben aufgelegen hatte, zu mir ſteckte, und mich mit dieſer Beute leiſe die Treppe hinauf in eine Dachkammer rettete.

Von der Zeit an wandte ich alle verſtohlenen einſa⸗ men Stunden darauf, mein Schauſpiel wiederholt zu le⸗ ſen, es auswendig zu lernen, und mir in Gedanken vor⸗ zuſtellen, wie herrlich es ſeyn muͤſſte, wenn ich auch die Geſtalten dazu mit meinen Fingern beleben koͤnnte. Ich

ward daruͤber in meinen Gedanken ſelbſt zum David und Goliath. In allen Winkeln des Bodens, der Ställe, 4

des Gartens, unter allerley Umſtaͤnden, ſtudierte ich das Stuͤck ganz in mich hinein, ergriff alle Rollen, und lernte ſie auswendig, nur daß ich mich meiſt an den Platz der Haupthelden zu ſetzen pflegte, und die uͤbrigen wie Tra⸗ banten nur im Gedaͤchtniſſe mitlaufen ließ. So lagen m

die großmuͤthigen Reden Davids, mit denen er den uͤber⸗ muͤthigen Rieſen Goliath herausforderte, Tag und Nacht im Sinne; ich murmelte ſie oft vor mich hin, niemand gab Acht darauf, als der Vater, der manchmal einen ſol⸗