Teil eines Werkes 
3. Bd. (1816) Werke
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Zweytes Capitel.

Als Wilhelm ſeine Mutter des andern Morgens be gruͤßte, eroͤffnete ſie ihm, daß der Vater ſehr verdrießlich ſey, und ihm den taͤglichen Beſuch des Schauſpiels naͤch⸗ ſtens unterſagen werde. Wenn ich gleich ſelbſt, fuhr ſie fort, manchmal gern ins Theater gehe; ſo moͤchte ich es doch oft verwuͤnſchen, da meine haͤusliche Ruhe durch deine unmaͤßige Leidenſchaft zu dieſem Vergnuͤgen geſtoͤrt wird. Der Vater wiederholt immer, wozu es nur nuͤtze ſey? wie man ſeine Zeit ſo verderben koͤnne?

Ich habe es auch ſchon von ihm hoͤren muͤſſen, ver⸗ ſetzte Wilhelm, und habe ihm vielleicht zu haſtig geant⸗

wortet; aber ums Himmelswillen, Mutter! iſt denn alles

unnuͤtz, was uns nicht unmittelbar Geld in den Beutel bringt, was uns nicht den allernaͤchſten Beſitz verſchafft? Hatten wir in dem alten Hauſe nicht Raum genug? und war es noͤthig, ein neues zu bauen? Verwendet der Vater nicht jaͤhrlich einen anſehnlichen Theil ſeines Handels⸗ Gewinnes zur Verſchoͤnerung der Zimmer? Dieſe ſeide⸗ nen Tapeten, dieſe engliſchen Mobilien ſind ſie nicht anch unnuͤtz? Koͤnnten wir uns nicht mit geringern begnu⸗ gen? Wenigſtens bekenne ich, daß mir dieſe geſtreiften