Teil eines Werkes 
3. Bd. (1816) Werke
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ſ ch aber ein Stuͤck Kattun, Halstuͤcher und ein Roͤllchen Geld gefunden. Mit welcher Neigung, welcher Dank⸗ barkeit erinnerte ſie ſich des abweſenden Norbergs! wie lebhaft nahm ſie ſich vor, auch bey Marianen ſeiner im Beſten zu gedenken, ſie zu erinnern, was ſie ihm ſchuldig ſey und was er von ihrer Treue hoſßen und erwarten muͤſſe.

Das Neſſeltuch, durch die Falbe der halbaufgeroll⸗ ten Bäͤnder belebt, lag wie ein Chriſtgeſchenk auf dem Tiſchchen; die Stellung der Lichter erhoͤhte den Glanz der Gabe, alles war in Ordnung, als die Alte den Tritt

Marianens auf der Treppe vernahm und ihr entgegen eilte. Aber wie ſehr verwundert trat ſie zuruͤck, als das weib⸗

tche Officierchen/ ohne auf die Liebkoſungen zu achten, ſich an ihr vorbeydrängte, mit ungewoͤhnlicher Haſt und Bewegung in das Zimmer trat, Federhut und Degen auf den Tiſch warf, unruhig auf und nieder ging und den feyerlich angezundeten Lichtern keinen Blick goͤnnte.

Was haſt du, Liebchen? rief die Alte verwundert aus. Ums Himmels willen, Toͤchterchen, was gibts? Sieh hier dieſe Geſchenke! Von wem koͤnnen ſie ſeyn, als

voon deinem zartlichſten Freunde? Norberg ſchickt dir das Stuͤck Mouſſelin zum Nachtkleide; bald iſt er ſel⸗ t da; er ſcheint mir eifriger und freygebiger als jemals.

Die Alte kehrte ſich um, und wollte die Gaben, wo⸗

mit er auch ſie bedacht, vorweiſen, als Mariane, ſich von den Geſchenken wegwendend, mit Leidenſchaft aus⸗