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Zugleich aber pochten die verzärtelten Kinder der Liebe, Sehnſucht und Erbarmen, mit mächtiger Stimme an ihr Innerſtes! Seit dem Empfang jener Blüthen wußte ſie daß ihr Bild unerloſchen in Triefels' Seele lebte — durfte, mußte ſie nicht jetzt durch ein ähnliches ſtum⸗ mes Zeichen, das ihrer Frauenwürde nichts vergab, Licht über ſein Schmerzenslager gießen? Alle die Ge⸗ ſtalten, welchen ihre Hand ſeit Monaten Tröſtung ge⸗ reicht, all die Leiden, welche ſie geſchaut und mitempfun⸗ den, verkörperten ſich ihr zu dem einen Bilde, deſſen ſehnſüchtige Augen ſie anzuflehen ſchienen:„Einen Tro⸗ pfen Deines ſüßen Troſtes!“ Und doch klang durch all das Locken und Drängen die gleiche Empfindung tiefſter Scheu, welche ſie den Gruß durch eine Dritte hatte verweigern laſſen, gleich dem Refrain jenes alten Liedes:„Sei ſtill, mein Herz!“


