Teil eines Werkes 
5. Bd. (1876)
Entstehung
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ehe ſie die Weiterreiſe geſtatteten. Wir wollen ihn aber ſchon geſund pflegen! Ich bin ſehr froh, daß die Officierszimmer in der Wilhelmsheilanſtalt alle beſetzt waren und er zu uns gekommen iſt. Es freut ihn ſelbſt, er hat es mir geſagt, und ich mußte ihm täglichen Beſuch verſprechen. Ci, verſteht ſich! Von Unterhaltung iſt nun freilich nicht die Rede, die Bruſt muß noch ſehr geſchont werden, und vieles Sprechen iſt ihm unterſagt, aber man kann doch ein paar Worte wech⸗ ſeln, kann ihm Dies und Jenes zu Gefallen thun!“

„Und er wird geneſen?“ fragte das junge Mäd⸗ chen kaum hörbar.

„Vollſtändig!“ erklärte die Präſidentin zuverſicht⸗ lich.„Der Arzt iſt ganz zufrieden. Alles geht gut, weit beſſer als man zuerſt erwarten konnte. Noch ei⸗ nige Wochen und wir ſehen den tapfern Helden wieder als brillanten Cavalier. Denken Sie, Eugenie, er hat nach Ihnen gefragt, wollte wiſſen, ob Sie in Wies⸗ baden anweſend wären. Ich werde ihn von Ihnen grüßen.“

Die kleine, ſelbſt durch den Handſchuh eiſig zu fühlende Hand ſpannte ſich mit heftigem Drucke um den Arm der alten Dame.„In keinem Falle“, ſagte Eugenie mit halberſtickter Stimme—„in keinem Falle!“ „Das iſt aber Prüderie, meine Liebe“, erwiderte