Teil eines Werkes 
4. Bd. (1876)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

197

den! Ich verlaſſe Euch, um den frohen Bericht an den König aufzuſetzen und durch einen ſichern Courier zu befördern. Seine Weiſung iſt, daß ich, im glück⸗ lichen Falle der Auffindung der Prinzeſſin, an Ort und Stelle ſeinen Befehl erwarte, wohin ich ſie zunächſt bringen ſoll. Wenn ich ihn auch nicht mit einer Mittheilung darüber behelligen werde, wie tief unſer perſönliches Geſchick in eine Angelegenheit ver⸗ flochten iſt, die ihm ſo nahe am Herzen liegt, wird er doch zugeben müſſen, daß ich ſie mit ſolchem Eifer ver⸗ folgt habe, als wäre ſie meine eigene. Wie ſehr wird ihn die einfache Entwicklung des Räthſels überraſchen. Einen Punkt jedoch vergaß ich, mir von Dir aufklären zu laſſen, lieber Fritz; ſind Dir die Nachforſchungen des Königs nach dem verlorenen Kinde denn ganz unbekannt geblieben?

Allerdings, entgegnete der Maler;es fällt mir ſelbſt auf, daß ich davon nie etwas erfuhr, doch erkläre ich es mir damit, daß dieſe Nachforſchungen, wie Du vorhin erwähnteſt, mit Vorſicht betrieben wor⸗ den, und deßhalb wohl kaum als vage Gerüchte in die Oeffentlichkeit drangen. Bedenke, daß ich Warſchau ſchon wenige Tage verließ, nachdem Maria uns über⸗ geben war, und daß dieſe Erkundigungen ohne Zwei⸗ fel gerade während der erſten Wochen nach dem Ver⸗