Teil eines Werkes 
4. Bd. (1876)
Entstehung
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Schreckenstagen Jeder in den Häuſern, der es irgend konnte. Zwar hatte Praga bei Weitem nicht ſo viel gelitten, als Warſchau, doch kamen die Koſaken auch zu uns herüber, und haben hier im Hauſe zerſchlagen und mitgenommen, was ſie fanden; es gab aber aller⸗ wärts reiche Beute für ſie, und ſo hielten ſie ſich in einem einfachen Privathauſe nicht damit auf, bis in das obere Stockwerk zu dringen. Das Kind verhielt ſich ganz ruhig, da alle ſeine Bedürfniſſe befriedigt wurden, und ſelbſt die Köchin merkte nichts von ſeiner Anweſenheit im Hauſe. Als aber mein Gebieter begraben war, mußte ein Entſchluß gefaßt werden, ſeine letzten Befehle ſo weit möglich zu erfüllen.

„Unſere Verlegenheit war groß. Natürlich er⸗ laubte ich mir nicht, dem jungen Herrn meinen Rath anzubieten, aber er ſelbſt ſprach wiederholt mit mir über dieſe bedenkliche Angelegenheit. Die Adreſſe, wo⸗ hin wir Auskunft ſenden ſollten, Name und Herkunft des anvertrauten Kindes hatte uns der Tod entzogen. Die Wäſche, welche es trug war mit dem Namen Maria bezeichnet, ſonſt fand ſich nichts, woraus man irgend einen Schluß hätte ziehen können. Doch ſollte des alten Herrn Wille erfüllt werden, ſo weit dies von unſern Kräften abhing. Nach reiflicher Ueberlegung entſchied ſich Herr Fritz dafür, mit ſeiner Schweſter und dem