Teil eines Werkes 
4. Bd. (1876)
Entstehung
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Schmerzen zu ermeſſen, und dennoch rufe ich Ihnen zu: Muth und Vertrauen! Sie ſprechen von mir, Sie berufen ſich auf meine Vergangenheit, Sie wiſſen alſo nicht, daß dieſe Vergangenheit öde und troſtlos war? Sie wiſſen nicht, daß ich litt, ſeit ich fühlen lernte, und daß auch ich allein litt, wie Sie! Es giebt keinen Blick rückwärts, keinen Gedanken an die Zu⸗ kunft, der nicht für mich mit Schmerz und Bitterkeit vermiſcht wäre, und dennoch hoffe ich noch hoffe auf Gott und mein Kind! Wer ſtände wohl ſo ein⸗ ſam, ſo verlaſſen in der Welt, daß er berechtigt wäre, den Glauben an ſeine Zukunft aufzugeben? Auch Sie nicht, mein Freund! Wer wie Sie, eine ſo reiche Quelle des Geiſtes in ſich trägt, wer ſo für alles Schöne und Erhabene in und außer ſich empfänglich i*ſt, für den iſt das Leben nie ohne Befriedigung, wenn es auch arm an Glück iſt. Ich rufe Ihnen ein Wort zu von heiliger, nicht wie ſo Viele glauben, von troſt⸗ loſer Bedeutung, ein Wort, an das auch ich mich in mancher ſchweren Stunde geklammert habe es heißt Reſignation! Nehmen Sie es auf, es iſt Alles, was ich Ihnen geben kann und darf.

Von ihren Gefühlen überwältigt, konnte die junge Frau ihre Thränen nicht länger zurückhalten, und ſtand raſch auf, um das Zimmer zu verlaſſen. Robert je⸗

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