Teil eines Werkes 
4. Bd. (1876)
Entstehung
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merkte allein, daß ſie ſtiller und bleicher war als in der erſten Zeit ihrer Anweſenheit, aber ſie benahm ſich gegen ihn mit derſelben Zurückhaltung, manchmal wollte es ihm ſogar ſcheinen mit noch mehr Kälte, als gegen alle anderen jungen Männer, die Gelegenheit hatten ſich ihr zu nähern. Zuweilen ſchien es ihm, als errathe ſie die geheime Leidenſchaft, die ihn ver⸗ zehrte; zuweilen, wenn die Qual und Aufregung ſei⸗ nes Herzens wider ſeinen Willen hervorbrach, traf ihr Auge ihn mit einem Ausdruck tödtlicher Angſt; aber ſolche Augenblicke kamen ſo ſelten, und wurden durch die ſpätere Ruhe ihres Benehmens ſo ganz verwiſcht, daß er ſich ſagte, er ſei der Thor ſeiner eigenen un⸗ ſinnigen Träume geweſen. Seine Stimmung wurde immer ſchwerer. Wenn er verſuchte, Sinn und Ge⸗ danken von dieſer ſteigenden Fluth der Leidenſchaft mit Gewalt loszureißen und andern Intereſſen zuzu⸗ wenden, ſo begegnete ſein Blick unverrückt dem Schreck⸗ bilde des Unheils, das immer drohender über ſein Vaterland niederſank. Die Weigerung des Königs, in die Deportation des eidverweigernden Klerus zu wil⸗ ligen, hatte auf's Neue einen furchtbaren Aufruhr her⸗ beigeführt, der vierzehn Tage ſpäter noch ſchrecklicher erneuert wurde, indem die Jakobiner durch wüthende, von Marſeille her anlangende Volkshaufen Verſtärkung