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zu betrachten, und willigte darein, daß die nöthigen Einleitungen getroffen und der Tag der Verbindung feſtgeſetzt wurde. Die Hochzeit der beiden jungen Leute ſollte der Verlobung bald folgen, doch trat der plötz⸗ liche Tod von Robert's Vater dazwiſchen und ſchob den Zeitpunkt derſelben um einige Monate hinaus.
In dieſer Zeit lernte der junge Advokat ſeine Braut näher kennen, und fand, als er ſie genauer beobachtete, daß jenes erſte Urtheil, das er ſich über ſie gebildet hatte, nicht frei von Illuſionen war. Eliſe war ein liebenswürdiges, warmherziges Kind, aber flüchtig und ſchwach bis zum Aeußerſten. Robert hatte gehofft, es würde nicht ſchwer ſein dieſen kindlichen, beweglichen Geiſt zu einer gewiſſen Feſtigkeit und zu größerem Ernſt heranzubilden; bald überzeugte er ſich aber, daß alles, was er für natürliche Unvollkom⸗ menheiten ihres Alters genommen hatte, Schwäche ihres Charakters war. Bei großer Herzensgüte war ſie doch nicht frei von einem gewiſſen Eigenſinn, und die Flüchtigkeit ihres Weſens ſo groß, daß es ihr ge⸗ radezu unmöglich ward, ſich mit irgend etwas anhal⸗ tend zu beſchäftigen. Ihre Aeußerungen waren voll Originalität und Grazie und ſie begriff raſch; was aber von ihr nicht ſogleich aufgefaßt werden konnte, Alles, was eine Arbeit des Gedankens erforderte,


