Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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als ſein Ziel bezeichnet hatte. Was ihn fortdrängte, die unerträgliche Vorſtellung, jetzt, wohl gar in Emma's Gegenwart, ein Zuſammentreffen mit Martha zu be⸗ ſtehen, war für die nächſten Tage nicht zu befürchten. Der Abſchiedsbeſuch, den er heute mit Emma bei der Profeſſorin abgeſtattet, hatte die vorher ſchon einge⸗ zogene Erkundigung beſtätigt, daß die junge Herrin von Eliſenhof von ihrer Rückkehr noch nichts hatte verlau⸗ ten laſſen, und vor Mittwoch nicht zu Hauſe erwartet würde, da für ihr Weingut die Leſer erſt zum Don⸗ nerſtag beſtellt waren. So dachte er den folgenden Tag noch zu überſtehen, der längſt angenommenen Einladung des Doctors zur Leſe auf ſeinem Beſitzthum zu folgen, und Dienſtag in aller Frühe mit Emma den Ort zu verlaſſen, der für Beide ſo verhängnißvoll geworden war.

Hell lachte am Morgen, des von ſo Vielen froh erwarteten Montags die Sonne auf das emſige Völk⸗ chen nieder, das allerwärts zuſammenſtrömte. Schon um ſechs Uhr läuteten die hellen Glocken, und ernſt tönte, als ſie verklungen waren, voller Chorgeſang in die blaue Luft hinaus. Mit Jauchzen und Frohlocken zogen die bunten Gruppen der Leſer durch Berg und Flur in den Herbſt. Allerwärts ertönte fröhlicher Ge⸗ ſang. Voran ſchritten die Legelträger und Burſche,