Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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Warſchau fand ſich ein Todtenſchein in den Kirchen⸗ büchern. Hierbei blieben alle Enthüllungen ſtehen. Die Per⸗ ſonen, von welchen die Gräfin in den letzten Monaten vor ihrer Verbannung umgeben geweſen, waren zer⸗ ſtreut, zum Theil proſkribirt, zum Theil todt. Dem Grafen war nie ein Zweifel in den Sinn gekommen, daß die, den Tod ihres jüngſten Kindes betreffende Angabe ſeiner Frau eine falſche ſein könnte jetzt aber ſtand ihm, wie auch der Fürſtin, dieſe Ueberzeu⸗ gung moraliſch feſt. Neben der Zeugenſchaft des Kreuzes und der alten Dienerin ſtand Valeska ſelbſt als leben⸗ der Beweis vor ihren Augen nun war jene Aehn⸗ lichkeit erklärt, welche auf Mutter und Gatten ſchon im erſten Augenblick des Begegnens gewirkt hatte! Nur Fedor theilte dieſen Glauben nicht. Die Un⸗ wahrſcheinlichkeit, daß ſeine Mutter ihr Kind der öffent⸗ lichen Barmherzigkeit übergeben haben ſollte, nur um es dem Gatten zu entziehen, war das nie endende Thema ſeines leidenſchaftlichen Proteſtes gegen alle Zeugniſſe, von denen er keines als unantaſtbar gelten ließ. Weshalb ſollten im weiten Lande Polen, ja im Bereich der weiten Welt nicht zwei Kruzifixe gleich be⸗ zeichnet ſein können? Welche Nationalität konnte durch Chiffern beſtätigt werden? Wo lag die Gewißheit, daß