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ſeine Stirn war finſter, wie eine Novembernacht. Trau⸗ rig ließ ſie die Arme ſinken.
„Gute Nacht!“ der Ton kam wie ein Hauch; kein Zeichen verrieth, daß er vernommen worden.
Sie folgte mir ſtumm in den Wagen; auch ich verhielt mich ſchweigend, bis ich neben mir unterdrücktes Schluchzen vernahm.„Kann ich Ihnen nützlich ſein, als Menſch, als Freund, liebes Fräulein, ſo verfügen Sie über Ihren Arzt“, ſagte ich nach kurzer Pauſe; „wir kennen uns erſt ſeit einer Stunde, aber wenn Sie ſich das Herz faſſen wollen, einem vielerfahrenen alten Mann Ihr Vertrauen zu gönnen, ſo fänden wir vielleicht zuſammen etwas Tröſtliches aus.“
Sie antwortete nicht, drückte mir aber lebhaft die Hand. Im Hotel angelangt, begleitete ich ſie nach ihrem Zimmer, um ein beruhigendes Mittel zu verſchreiben. Als die ältliche Kammerfrau, welche ſie erwartete, mit dem Recept das Zimmer verlaſſen hatte, erfaßte Va⸗ leska plötzlich meinen Arm, ſah mir forſchend in die Augen und ſagte haſtig:„Ich nehme Sie beim Wort! Wollen Sie mir beiſtehen, ſo müßte ees aber auf der Stelle ſein. Können Sie mich noch in dieſer Nacht aus der Stadt bringen, dann bleibe ich Ihnen dankbar bis zum Ende meines Lebens!“
Betroffen ſtand ich vor ihr.„Liebes Kind, die


