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ergriff und krampfhaft preßte;„verlaſſen Sie mich nicht!“
„Unter keinen Umſtänden verlaſſe ich meine Pa⸗ tientin, ehe ſie ſich wohler befindet“, ſagte ich ruhig, und nahm neben ihr Platz;„was Sie etwa mit der jungen Dame zu beſprechen haben, mein Herr, bleibt beſſer verſchoben. Das Fräulein iſt jetzt nicht in der Verfaſſung ein lebhaftes Geſpräch ohne Nachtheil zu beſtehen.“
„Verlangſt Du, daß ich gehe, Valeska?“ fragte er mit finſterem Auge.
Das Mädchen ſchwieg mit geſenktem Kopf; nach wenig Momenten richtete ſie ſich aber kräftig auf, ein Zug feſten Willens trat in das zerſtörte Geſicht.„Bleibe, Fedor“, ſagte ſie,„und ſprich! aber laß es in Gegen⸗ wart dieſes Herrn geſchehen.“ Ihr Auge traf mich mit ſtummer Bitte; ich antwortete nur durch ein Zeichen, und zog mich etwas zurück.
Ein wahrer Sturm von Worten brach aus dem Munde des Polen hervor; denn dieſe Nationalität ver⸗ rieth mir die Sprache, deren er ſich ſo leidenſchaftlich bediente; verſtand ich auch keine Silbe, ſo war doch der abwechſelnd flehende und zürnende Ton ein Dol⸗ metſcher der Bitten und Vorwürfe, womit er auf Va⸗ leska einſtürmte. Sie unterbrach ihn wiederholt mit


