Teil eines Werkes 
3. Bd. (1876)
Entstehung
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gedudel mit ein paar Griffen auf einer alten Violine. So zogen die Beiden von Thür zu Thür, und das Kind ſammelte ein, was die Leute geben mochten, um ſich vom Anhören des Duo's loszukaufen. Auf dieſe Art geräth Valeska eines Morgens in das Haus des Bankier Markus, eines Warſchauer Cröſus, der ſich etwas damit weiß ein Kunſt⸗Mäcen zu heißen; es fand gerade eine muſikaliſche Matinée ſtatt Vieuxtemps zu Ehren, der am Abend vorher in der Stadt concertirt hatte. Die Kleine ſchleicht bis vor die Thür des Muſik⸗ zimmers, bleibt dort ſtehen wie verzaubert, horcht mit all ihren Sinnen, und vergißt den alten Kerl drunten auf der Straße ganz und gar. In der Verzückung läßt ſie den Teller mit den Kupferſtücken fallen, verliert vor Schreck über das verurſachte Geräuſch ſelbſt das Gleich⸗ gewicht, ſtolpert, und fällt mit der Naſe gegen die Thür, mit den Knieen auf ihre Violine, die in Stücke geht. Der Lärm wird drinnen gehört, man ſieht nach und findet das ſchluchzende Kind, das ſtammelt und bittet, ſie nicht fortzujagen bis die Muſik zu Ende ſei. Die Herren nehmen ſie mit hinein, man läßt ſie zu⸗ hören, ſelbſt ein paar Griffe thun, und das Reſultat der Situation ſind großmüthige Protektionsgedanken, die dem Hausherrn bei Quartett⸗ und Sektſtimmung aufſteigen, und ihm den lebhaften Applaus ſeiner Gäſte