Teil eines Werkes 
2. Bd. (1876)
Entstehung
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Nicht eher, als Ihr mir explizirt, was Euch der Alten ihre Prozeſſe angehen!

Ach was, Prozeß! Wir nennen's nur ſo bei uns iſt Brauch, und der ſelige Herr ſoll es noch ſelber eingeführt haben, daß alle vier Wochen die Gutsleute im großen Saal antreten müſſen. Dann berichtet der Herr Inſpektor, was auf dem Gute geſchafft worden iſt, und die Gnädige befiehlt, was demnächſt geſchehen ſoll, und dann hält ſie Gericht ab. Wer was ver⸗ ſäumt hat, wird abgekanzelt vor Gott und der Welt, hat Einer aber gar'was angeſtiftet, ſo wird er abge⸗ ſtraft mit Lohnabzügen, nnd die kommen in die Leute⸗ Sparkaſſe. Denn der Monatslohn iſt an dem Tage immer ausgezahlt worden, und wer ſich beſonders gut führt, bekommt da wohl auch einen Thaler zu. Seit all die Mannsleute fort ſind und der Inſpektor auch, hat aber die Gnädige keinen Gerichtstag mehr abgehalten. O je, o je, und jetzt kommt ſie auf ein⸗ mal zu dem Einfall, wo kein Menſch uud keine Seele daran denkt! Diesmal wird's hergehen, wie beim jüng⸗

ſten Gericht! Laßt mich los, Anton, und lacht nicht

ſo dumm. Heut guckt unſere Frau in alle Ecken, ſicher⸗ lich viſitirt ſie ſchon herum, und ich habe wegen dem alten Stroh noch nicht einmal die Neſter ausgeleert! Als der Uebermüthige lachend den Kopf ſchüttelte,