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Erſchüttert ſank Erich an ihr nieder und drückte ſein fieberndes Haupt in ihren Schooß.„Und weil Du ſo ſchwer gelitten, und weil Du den Segen ent⸗ behrt, rufe ich Dich doppelt flehend an, gieb mir den Deinen! Ich kann Mathilde nicht laſſen; aber glücklich ſein, wenn Du Dich von mir wendeſt, kann ich eben ſo wenig! Sollen wir Alle elend werden, elend, wie Du es mir in ſo glühenden Worten geſchildert? Um des Andenkens an meinen Vater willen, den Du ſo ſehr geliebt, geſtatte mir, meiner Liebe zu folgen!“
Die Gnädige hatte längſt die Hände ſinken laſſen, ihr Antlitz ſchien ſich zu verſteinern.„Um Deines edlen Vaters willen“, entgegnete ſie kraftvoll,„wieder⸗ hole ich Dir: Nein! Der Sohn, welcher den Namen trägt, den er hoch in Ehren gehalten, wird nie dieſen Namen der Tochter des Zuchthäuslers geben, oder er hat aufgehört— mein Sohn zu ſein.“
Erich richtete ſich auf. Ein Blick auf das mar⸗ morſtarre Geſicht genügte, um die Worte zurückzu⸗ drängen, welche auf ſeiner Lippe zu ſchweben ſchienen. Er blieb ſtumm vor ihr ſtehen, dann erhob ſich ſein geſenktes Haupt.„Lebe wohl!“ ſprach er tonlos und ſchritt der Thüre zu, die mit dumpfem Klange hinter ihm ins Schloß fiel.
Eine Minute lang blieb die Gnädige in gebieten⸗


