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eines halberwachſenen Kindes oft beengt fühlen, weit mehr als Sie denken! und Dora könnte bei wieder⸗ holtem Scenenwechſel, ohne jede Frauenleitung ſchwer zu ſtetiger Durchbildung gelangen.“
„Vertrauen Sie mir nur!“ rief Mattern lebhaft. „Ich gebe Ihnen mein Wort, daß Dora mein Haupt⸗ augenmerk werden ſoll, daß ich es an nichts fehlen laſſen werde, ihre bedeutenden Anlagen zur reichſten Entwickelung zu bringen. Sie wünſchen Ihr Kind in Ihr Haus zurückzuführen— begreifllich! aber— ver⸗ zeihen Sie meine Offenheit— Dora paßt nicht mehr dorthin.“
Sophie ſchwieg betroffen.„Hierin dürften Sie Recht haben“, ſagte ſie nach einem Moment.„Viel⸗ leicht iſt Dora unſeren beſcheidenen Lebensverhältniſſen in der That ſchon entwachſen, doch kann ich mich kaum überzeugen, daß Ihr Plan günſtiger wirken ſollte. Wie aber wäre es mit einem guten Inſtitut?“
„Um Gotteswillen, nein!“ unterbrach Mattern. „Ich weiß mir nichts Unleidlicheres, als dieſe Treib⸗ häuſer, welche es darauf anlegen, jede Eigenart zu er⸗ ſticken! Wenn Sie nicht darauf beſtehen, Dora heim zu nehmen, liegt kein Grund vor, ſie mir nicht anzu⸗ vertrauen! Ich bin ein einſamer Mann, nicht mehr jung, mit allen perſönlichen Anſprüchen an das Leben


