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wehr, welche den Vorbau des Hauſes von der Straße ſchied, und haftete auf einer durch ſich ſelbſt ſowohl, wie durch ihre Umgebung maleriſchen Gruppe. Auf den Platten der Rampe kauerte ein blühender Kraus⸗ kopf von etwa ſechs Jahren und reichte der wenig älteren Schweſter Kornblumen zu, welche ſie zum
Kranze band. Die Kleine ſaß auf der oberſten Stufe der Freitreppe, deren mit Sculpturen geſchmückter Auf⸗ gang dem holden Bilde gleichſam einen künſtleriſchen Rahmen gab; ihr mit Halmen und Blumen gefülltes
Strohhütchen hing mit flatterndem Bande am Kopfe eines vor Zeiten in Venetien gemeißelten Löwen. Des Kindes dunkles Gelock regte ſich leicht im Winde und hüllte auf Momente ihre freie Stirn, die ſtrahlenden Augen ein.
Durch den Blick der Freundin aufmerkſam gemacht, ward die Mutter ſelbſt von dieſer Anmuth betroffen und rief unwillkürlich mit zärtlicherem Laut als ſonſt: „Dora!“
Die Kleine ſprang auf wie eine Feder. Kranz und Blumen rollten ihr vom Schooße die Stufen hinab, und mit einem Jubelton, mit ausgebreiteten Ar⸗ men lief ſie zur Bank und ſiel ihrer Mutter um den Hals.
„Aber Dora, wie biſt Du wieder ſo wild! Du


