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207 trennen, aber mit Rieſenkraftz ſchleuderten die Wüthenden jeden zurück, drängten ſich durch und ſtürmten in dem Augenblicke in den Burg⸗ hof, als die beiden Bräute an die Fenſter
eilten. Naſch flammten ihre Schwerter aus der
Scheide; Schlag auf Schlag klirrten die Klin⸗ gen an einander und ehe noch die Kühnſten ſie
losreißen konnten, ſtürzten ſie ganz blind vor Wuth einer in das Schwert des andern, beide verhauchten in kurzen Athemzügen ihr Leben; unbeweglich ſtanden die beiden Bräute am Fenſter, ihre Herzen ſchienen im Uebermaße des Schmerzes erſtarrt zu ſeyn. Man eilte zu ihrem Beiſtande hinauf, wollte ſie rütteln, aber alles war gefühllos, kalt und ſtarr; ſie waren zu Stein geworden.
Der höchſte Grad des Entſetzens hatte alle Anweſenden ergriffen, die Gäſte nahmen ſich nicht Zeit, ihre Roſſe zu ſatteln, ſie warfen ſich mit todtenbleichen Geſichtern auf die Gäule und 3 jagten mit Sturmeseile davon. Das Landvolk


