Hofe des Königs von Böhmen vorhanden zu
134 unbemerkt, denn ſie ſchienen zu nichts ſo wenig, als zu ſüßem Minneſpiel geneigt zu ſeyn. Jagen, Roſſe tummeln, oder bei Ge⸗ lagen es auch mit dem ſtärkſten Zecher auf⸗ zunehmen, das war ihnen am liebſten, ob⸗ wol ſie ſich vor dem Letzteren vorzüglich in Acht zu nehmen hatten, denn wenn einmal der Wein ihr Blut etwas in Wellung brachte, dann waren ſie auch ſogleich zu Zank und Hader aufgelegt, und hatten bisher immer noch von Glück zu ſagen, daß ſie b nicht in die bedeutendſten Unannelmlichkeiten verwickelt wurden.
Endlich waren ſie des eitlen Hofgeprän⸗ ges müde; ſie ſehnten ſich nach ernſten Thaten, um doch auch ſich mit ſo vielen ausgezeichneten Nittern meſſen zu können. Hiezu ſchien ihnen die beſte Gelegenheit am
ſeyn, welcher in einem ſchweren Kriege mit Polen verwickelt war. Sie nahmen Abſchied vom Herzoge von Baiern, machten einen


