kiſten und Kaſten mehrere vorfanden, aber alle ſo rein ausgefegt waren, als ob eine feindliche Streifpartei die ſorgfältigſte Plün⸗ derung vorgenommen hätte. Der betroffene Erbe rannte alle Gemächer durch, ließ alle Schränke zu Schanden hauen, um vieleeicht doch noch einige verborgene Goldbehältniſſe zu entdecken, er ließ ſogar das Getäfel von den Wänden reißen, da ihm wohl bekannt war, wie heimtückiſch oft alte Leute ihre Koſtbar⸗ keiten zu verſcharren ſuchen. Der Schloßvogt, dem alle Schlüſſel anvertraut waren, mußte Ale unteririſchen Gewölbe öffnen, aber alles
hens, es fanden ſich kaum einige Säckel⸗—
en mit ſo viel, als die keichenkoſten betra⸗ Jen hatten. 8 Wuth und Kummer augleich erguffe
den getäuſchten Erben, der ſich ein Eldorado 3
verſprochen hatte„ und ſich nun gleichſam in unfruchtbaren Sandwüſte befand, ia er


