Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Das Schaller'ſche Geſchäft erhielt an Vetter Jan einen neuen Herrn und erfüllte ſomit den ſchönen Zweck, ein Brautpaar zu vereinigen, das ſich vortreff⸗ lich dazu eignete, dereinſt würdig zu den Spießbür⸗ gern der Stadt gerechnet zu werden..

Luiſe begrüßte den Plan, mit Richard die hei⸗ matliche Gegend zu verlaſſen, mit lebhafter Freude. Marie ſchmückte die Freundin ihrem Verſprechen ge⸗ mäß mit dem Verlobungskranze und beide Paare wurden an einem Tage verbunden. Der alte Baron begab ſich darauf mit ſeinem Sohne und deſſen jun⸗ ger Gattin nach Schloß Locznitz, wo Luiſe fortfuhr, wie Marie begonnen hatte, wohlthätig auf ihre Um⸗ gebung einzuwirken, wobei ſie den armen Dorfnarren in ihren beſonderen Schutz nahm.

Die Stätte, wo Simon begraben war, wurde unter Mariens Anordnung zu einem Haine umge⸗ ſchaffen, in deſſen ſchattigen Zweigen jährlich ein Nachtigallenpaar ſich einfand. Sein Denkmal aber war bald ein Gegenſtand der allgemeinen Verehrung geworden; denn viele glaubten, er ſei als ein Opfer der Volkserhebung gefallen.