Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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das Herz durchhauchen mit der Ahnung von zukünf tigem Duft und nahender Blumenpracht. In ru⸗ higer Majeſtät wallte der herrliche Strom ſeinen ewigen Weg zwiſchen den keimenden Feldern und knospenden Gärten, tauſendſtimmig ſchallte der Jubel der wieder angelangten Vögel und jede Menſchen⸗ bruſt fühlte den Drang, miteinzuſtimmen in den Freudenklang des großen Auferſtehungsfeſtes der Natur. Drüben lagen die Dörfer im Glanz der Sonne und jeder Laut drang von dort durch die reine Frühlingsluft hell und freudig in die Ferne. Die Kunde von dem Tode des jungen Gold⸗ heim hatte eine Menge Neugierige herbeigelockt, und da der Baron ſeinen Leuten die Weiſung gegeben hatte, Jedermann ungehindert in den Garten treten zu laſſen, ſo fehlte es nicht an Zuſchauern, die dem Begräbniß faſt dem Charakter eines öffentlichen Er⸗ eigniſſes gaben. Otto ſandte ſeinem Freunde die erſte Schaufel Erde nach, dann folgte Schaller, der Baron und Richard. Hierauf drängten ſich eine Anzahl junger Mädchen und Frauen herzu, die eine Menge Kränze und Blumen in das Grab warfen, bis der Gärtner es völlig mit Erde zudeckte. Hierauf fand ſich die Familie Schaller und Neuberg wieder zuſam⸗ men, und es war Allen, als ſchließe am Grabe Si⸗ mon's ein wichtiges Lebenskapitel für ſie ab. Sie