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eifrig damit beſchäftigt, ſich über den Stand ſeines Vermögens zu unterrichten und die vorhandenen Geſchäftsbücher in Beſchlag zu nehmen. Otto ſuchte nun ſogleich den Vorſteher der jüdiſchen Gemeinde auf und da Simon ohnehin ſchon ſeit lange halb als Abtrünniger betrachtet wurde, ſo war die Er⸗ laubniß, ihn beſtatten zu dürfen, leicht zu erhalten.
So wurde die Leiche denn nun in der Stille nach dem Gute gebracht und außer den Gliedern der Fa⸗ milie, nur noch der alte Muſikmeiſter, Simon's väter⸗ licher Freund, zur Theilnahme an der Beſtattung gebeten.
Während dieſer Vorbereitungen waren Marie und Thereſe fortwährend in Luiſens Nähe. Sie hatte ſich erholt und ſaß bleich und ſtill in ihrem Zimmer.
Am Morgen des Begräbnißtages befanden auch Otto, der Baron und Luiſens Vater ſich bei ihr, während Richard ſie bis jetzt noch immer nicht wieder⸗ geſehen hatte.
Als der Baron angekündigt hatte, daß ſein Gärtner an einem recht ſchön dazu geeigneten Platze bereits das Grab für Simon gegraben habe, und daß er nun nächſtens den Entwurf zu einem Denk⸗ mal machen wolle, begann Luiſe, die bisher ſchweigend zugehört hatte, mit ſchüchterner, halblauter Stimme den Baron zu bitten, er möge ihr einen Wunſch gewähren.


