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Das Haus, worin die alte Baronin von Neu⸗ berg wohnte, lag nicht ſehr weit von dem Platze entfernt, der den Mittelpunkt der Zuſammenrottungen bildete.
Der Lärm und das Geſchrei brachte die alte Dame ſo ſehr in Angſt und Schrecken, daß ſie rathlos in allen Zimmern umherlief, auf den Pöbel ſchimpfte, alle Fenſterladen ſchloß und ſo viel Unfug trieb, daß Polly, der Lieblingshund, laut zu heulen anfing, wo⸗ rauf ſeine Herrin neuerdings einen ſolchen Schrecken bekam, daß ſie aller Liebe vergaß und das Thier um es zum Stillſchweigen zu bringen, in den Hof ver⸗ wies. Als der Lärm auf der Straße jedoch immer heftiger wurde und der Bediente mit ſchlotternden Knien haarſträubende Geſchichten berichtete, die er im Bewußtſein der volksfeindlichen Geſinnungen ſei⸗ ner Gebieterin ſich ſelbſt erdacht hatte, da ſtieg end⸗ lich die Furcht vor dem rohen Volkshaufen in der alten Dame zu ſolcher Höhe, daß ſie ſich entſchloß, zu fliehen.
Sie befahl zugleich anzuſpannen und gedachte auf dem Gute ihres Sohnes, von deſſen Zurückkunft ſie keine Ahnung hatte, einſtweilen Schutz und Ret⸗ tung zu ſuchen. Als der Wagen raſch über die Straße fuhr, flog ein Stein durch eines der Fenſter


