Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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der Streitenden ſchlugen dazwiſchen betheuernd mit der Fauſt auf den Tiſch, und der dicke Wirth war kaum im Stande, den durſtigen Bedürfniſſen ſeiner Gäſte zu genügen, obgleich er ſein Dienſtperſonal um einen ſtämmigen Burſchen vermehrt hatte.

Die Mittagsſtunde rief endlich einen großen Theil der Verſammelten nach Hauſe. Die Arbeits⸗ ſtunden konnte man dem allgemeinen Wohl opfern, aber zur Eſſenszeit durfte Niemand fehlen, ſchon wegen der Hausfrauen, die ſonſt möglicher Weiſe auch eine Revolution angeſtiftet haben würden.

Simon begab ſich ebenfalls nach Hauſe. Er hatte vorher einigen Bekannten verſprochen, gegen Abend wieder mit ihnen zuſammen zu kommen.

Die Mainzer Bürger trugen damals, wie es überall Sitte war, größtentheils die deutſche Kokarde.

Die erſten blutigen Auftritte fanden daſelbſt am zweiundzwanzigſten März angeblich in Folge da⸗ von ſtatt, daß ein preußiſcher Soldat einem Bürger die Kokarde abgeriſſen haben ſollte. Die erſte Folge war ein Auflauf, bei welchem die einzelnen, in der Stadt zerſtreuten Soldaten, verfolgt von den Bür⸗ gern, in ihre Kaſernen flüchteten, und der Tumult, der auf den Straßen umherziehenden Volkshaufen mehrere Stunden fortdauerte.