Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Natur entfernen, je weiter ſich die Genüſſe und Be⸗ dürfniſſe ausbreiten, um ſo weniger Zeit behält man übrig, um zuzunehmen an der Empfänglichkeit für edle Empfindungen, die doch allein im Stande ſind, uns wahrhaft zu beglücken und ſtark zu machen ge⸗ gen das Unglück. In ſich einkehren will dort keiner mehr, nur immer weiter die Begriffe und Kenntniſſe ausdehnen, und ſo geht ihnen das Leben dahin, ohne daß ſie wahren Genuß kennen lernten. Selbſt will jeder Alles ſein, ſelbſt ſein Geſchick erſchaffen, ſelbſt ſich ſein Glück denken und im Unglück in ſich ſelbſt Troſt finden. Und dieſe Selbſtſucht iſt nichts weiter, als eben der Hochmuth, der das Paradies reiner Menſch⸗ heit vergiftet. Aber was will ich denn? Wo ge⸗ rathe ich hin? Sonſt ſah ich nur die Blumen und bunten Schmetterlinge, wie ſie helle Sonnenſtrahlen einſaugen und prangen und die Menſchen mit Duft den Glanz erquicken, und jetzt erkenne ich überall und Wurm und den Mehlthau auf Blatt und Blüthe. So ſchauen wir zwar überall in die Welt und die Welt iſt immer dieſelbe, gleich dem Gott der ſie ge⸗ ſchaffen hat, aber wir ſehen ſie ſo, wie ſie ſich in uns ſpiegelt und erkennen ſie nur durch unſere eigene wankende Auffaſſung. Bewahre Dir darum den heitern Sinn, mein Bruder, und genieße die unum⸗