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Straße ein blutiges Meſſer. Er hob es auf und nahm es mit. Am andern Morgen beeilte er ſich, ſeinen Fund dem Gerichtshofe anzuzeigen, und ward darauf, den beſtehenden Geſetzen gemäß, bis zur weiteren Un⸗ terſuchung der Sache ſelbſt feſtgenommen. An dem⸗ ſelben Tage fand es ſich, daß ein junger Patrizier aus einer der erſten Familien vermißt wurde, und es blieb kein Zweifel, daß er in der Nacht ermordet und darauf heimlich in den Canal verſenkt worden ſei. Alles ward aufgeboten, um die Thäter ausfindig zu machen, denn ein derartiges Ereigniß, welches die Frucht innerer Feindſeligkeiten war, durfte unter kei⸗ ner Bedingung ungeahndet bleiben. Nachdem jedoch alle Bemühungen, eine Spur des Verbrechers zu ent⸗ decken, fruchtlos geblieben waren, hielt man ſich an das einzige Opfer, deſſen man habhaft werden konnte, in der Perſon des armen Burſchen, der jenes Meſſer aufgefunden hatte, und nahm an, daß er durch die⸗ ſen Schritt den Verdacht habe von ſich abwälzen wollen. Man warf ihn auf die Folter, wo er die Na⸗ men derjenigen nennen ſollte, die ihn zu dem Morde gedungen haben mußten, und da der Unglückliche Niemand zu nennen wußte, verſchärfte man die Folter ſo lange, bis er unter den fürchterlichſten Schmerzen den Geiſt aufgab.— Kaum war er todt, als der


