Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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lente Gelegenheit haben zur Geltung zu kommen!“

rief Simon im Tone der Ueberzeugung aus, und Schaller, der ſich durch das Lob geſchmeichelt fühlte, entgegnete:„Wahr, wahr! aber haben Sie denn ſchon mit Luiſe ſelbſt geſprochen?“

„Ihre ganze Familie,“ antwortete Simon,„hat mich ſtets ſo ſehr mit beiſen des Vertrauens über⸗ häuft, daß ich fürchtete, ein Unrecht zu begehen, wenn ich Sie nicht zuerſt in Kenntniß geſetzt hätte. An kleinen Andeutungen ließ ich es nicht fehlen, und wenn ich mich nicht täuſche, ſo glaube ich hoffen zu dürfen, daß ich verſtanden bin.“

„Es iſt wahr,“ entgegnete Schaller nach eini⸗ gem Nachdenken;„ſingt ſie nicht vorzugsweiſe immer Ihre Lieder? und iſt Ihre Begleitung, wenn ſie ſingt, ihr nicht ſtets die liebſte? Meine Damen moch⸗ ten Sie immer gern leiden. Wenn ich die Sache ge⸗ nau überlege, ſo freut mich Ihr Vorſchlag. Ja, ja, wahrhaftig, recht von Herzen freut er mich, und es wird ſich wohl machen, denke ich!“

„Alſo wäre Ihre Einwilligung mir gewiß?“ frug haſtig Simon.

Schaller fand, je mehr er die Sache überlegte, um ſo mehr Wohlgefallen daran. Das iſt einmal eine elektante Gelegenheit, ſprach er vor ſich hin,