Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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binden Sie nicht beides? Führen ſie das Geſchäft Ihres Vaters fort und treiben Ihre muſikaliſche Lieb⸗

haberei nebenbei. Dadurch würden Sie die angenehm⸗-⸗

ſte Stellung in der Stadt erlangen. Ein Mann mit Ihrem Vermögen!“

„Was ich ſein muß ich ganz ſein,“ ver⸗ ſetzte Simon mit fe Stimme;„und wenn die Kunſt Tauſenden zur haberei dient, ich kann ſie nie ſo tief erniedrigen, dazu verſtehe ich ihre Erha⸗ benheit zu gut. Aber,“ fuhr er fort und ſeine Stimme ſank zu der vorherigen Unſicherheit herab,„ich glaube ihr entſagen zu können, glaube Erſatz finden zu kön⸗ nen im Leben für das Opfer meines idealen Stre⸗ bens, und von Roſenkränzen der Liebe umwunden hoffe ich zu vergeſſen, daß ich einmal von Lorbeeren geträumt. Soweit ſteht mein Entſchluß feſt, auf Sie kömmt es nun an, ihn zu realiſiren.“

„Reden Sie deutlich,“ entgegnete Schaller hier⸗ auf ganz verwundert,„was kann ich thun?“

„Jedermann kennt Ihre freimüthigen Geſtn nungen,“ erwiederte Simon,„Ihr wohlwollender Chae racter iſt frei von jedem Vorurtheile, deshalb wage ich die Wünſche auszuſprechen, die ich ſeit lange ver⸗ ſchloſſen in der Bruſt trage und welche ich aadin vielleicht für immer begraben hätte. Die Freundlich⸗