Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Er irrte ſich indeß, denn mit der heiterſten Miene fuhr Thereſe fort:„Daran bin ich ſchon lange gewöhnt. Ein unruhiger Kopf biſt und bleibſt Du doch einmal, und wahrhaftig, es iſt mir lieber, Du wendeſt Deine Neuerungsverſuche und die Sucht zu reformiren, meiner Küche zu, als andern Einrichtun⸗ gen. Hier, im Innern unſeres Hauſes, ſind wir nur uns ſelbſt Rechenſchaft ſchuldig, und wenn Dir nach dieſer Umwälzung ſchlechtgerathene Speiſen vorgeſetzt werden, ſo kannſt Du ohne Sorge gleich wieder mit einer neuen Umänderung beginnen.“

Schaller mußte ſelbſt lächeln und entgegnete kopfſchüttelnd:„Das iſt wieder einmal eine rechte Frauenanſicht. Die Ordnung ihrer Küche und das Wohl der Menſchheit, gilt ihr alles gleich.“—

„Nun, ſo viel weiß ich ſicher,“ erwiederte The⸗ reſe,„wenn Du die Ordnung meiner Küche unnützer⸗ weiſe ſtörſt, ſo haſt Du höchſtens ein böſes Geſicht von mir zu erwarten; ſtörſt Du aber die Ordnung des Staates, ſo iſt Deine Sicherheit in größerer Ge⸗ fahr. In der Beurtheilung, ob Deine Projekte und Verſuche dort oder hier mehr geſicherte Berechtigaang haben, erkläre ich mich allerdings incompetent, Min da gilt ja doch die Stimme der Frauen nichts; aber verſichern kann ich Dich, daß ich Gott danke, wenn