Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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dann, bei einem Punkte angekommen, wo man eine herrliche Fernſicht hatte, auf eine Bank am Wege. Simon verſank in Nachdenken. Nachdem Otto eine Zeitlang ruhig an ſeiner Seite geſeſſen hatte, ward er ungeduldig und ſtand auf.

Dieſe Zumuthung iſt etwas zu ſtark, ſagte er.Du ſetzeſt Dich dahin, vertiefſt Dich in Deine muſikaliſchen Schwärmereien, daß Du nichts ſiehſt noch hörſt, und ich ſoll unterdeſſen das Vergnügen genießen, Dir zuzuſehen. Das halte ich nicht länger aus. Bleibe Du hier ſitzen, ich ſchweife unterdeſſen in der Umgegend umher und kehre dann wieder zurück.

Thue das, entgegnete Simon.Ueberlaß mich meiner Stimmung. Botaniſire, ſuche Käfer, oder gehe auf Abentheuer aus, ich werde Dich hier erwarten.

Otto ſtand auf und ging auf der Landſtraße weiter, bis er einen Seitenweg fand, den er aufs Gerathewohl hin einſchlug. Anfänglich führte der Pfad zwiſchen Weinbergen, die über und über voll Trauben hingen, dahin. Ueberall glänzte die helle Fluth des Rheines zwiſchen den Blättern und Spal⸗ ten hindurch, und wo ein größerer Zwiſchenraum ſich öffnete, bot ſich dem Auge ein reizendes Landſchafts⸗ bild dar. Leichten Schrittes ging er voran, ſah bald rechts, bald links ſich um, ſog die kühlende Luft