auf Morgen. ¹ Damit grüßte er die jungen Leute und ging zur Stadt zurück.—
„Was meint denn der Alte mit dem Glück⸗ wunſch 2“ frug Otto— ſo hieß der Neuangekommene— indem die beiden jungen Leute langſam nach dem Ufer ſchritten. Simon zögerte mit der Antwort.
„Gewiß haſt Du wieder eine Compoſition fer⸗ tig. Da wünſche auch ich Dir von Herzen Glück!“ fuhr jener fort.„Wie iſt es denn? ſteht Dein Ent⸗ ſchluß noch feſt, nach Italien zu gehen?“
„Noch nicht,“ entgegnete halblaut ausweichend der Gefragte, und wendete ſich zu einem der Kähne am Ufer, löſte die Kette, ſprang hinein, ergriff eins der Ruder, und nachdem Otto daſſelbe gethan hatte, fuhren ſie langſam den Strom hinab.
„Wenn Du nach Italien ziehſt,“ begann Otto nach einer Weile,„wirſt Du unſern Rhein bald ver⸗ geſſen haben.“
„Gewiß nicht!“ erwiederte Simon.„Bei mir wird keine Gegend der Welt unſerm Rhein den Preis ſtreitig machen. Wenn ihm auch der Reiz der ſüdli⸗ chen Vegetation fehlt und er die Zierlichkeit der ita⸗ liſchen Gegenden nicht erreicht, ſo iſt bei ihm die Schönheit durch den Ausdruck der Kraft erhöht und die Sage ſchlingt ihr zauberhaftes Band durch die


