Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Wimpern beſchattet, verrieth durch den feuchten Schim⸗ mer und den ſchwärmeriſch ſanften Ausdruck die weiche Seele des Künſtlers, das Haar, vom glän⸗ zendſten Schwarz, umrahmte eine klare offene Stirne, die Naſe war edel gebildet, nur der Mund erſchien nicht feſt genug gezeichnet, um das ganze Geſicht ſchön nennen zu dürfen; die Bezeichnung intereſſant

am ihm dagegen mit vollem Rechte zu.

Beide durchſchritten die lebhaften Straßen der Stadt, gelangten vor das Thor und ſetzten zwiſchen reichen, im vollen Schmucke des Herbſtes prangenden Gärten ihren Weg am untern Ufer des Rheines fort. Die Sonne warf, ehe ſie hinter den Bergen verſank, ihre Strahlen über die glänzenden und ſchimmernden Wellen, die ſpitzen Kirchthürme der umliegenden Dör⸗ fer ſtrahlten im Abendſchein, und zwiſchen dem dunkel⸗ grünen Laub erglühten in den umliegenden Gärten umher die reifenden Trauben wie Gold. Von nah und fern tönte der Klang der Abendglocken über die Flu⸗ then, und junge Burſchen ſchritten ſcherzend und la⸗ chend mit rothwangigen Mädchen, welche die weißen Tücher leicht über den Kopf gebunden hatten, die Straße entlang.

Eine geraume Zeit ſchritten die beiden Männer ſchweigend nebeneinander her. Der Aeltere, der die