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Fritz Wildau's Abenteuer zu Wasser und zu Lande / von Friedrich Gerstäcker
Entstehung
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fahren, wenn Du Luſt haſt, und zwar nicht als lumpiger Paſſagier, ſondern als mit zu Bord gehörig, wie ein wackerer Seemann, der Du noch hoffentlich einmal werden ſollſt. Aber ich verſtehe gar nichts von der See, ſagte Fritz, halb erſchreckt aber auch halb erfreut, denn wenn wir draußen in der Welt unter lauter fremden Menſchen ſind, gibt uns ſchon das geringſte Anerbieten zu Beſchäf⸗ tigung oder Unterkommen eine Art von Beruhigung und Zuverſicht. Hier aber öffnete ſich ja vor der Seele des Kna⸗ ben ganz plötzlich eine Ausſicht auf Erwerb, ja die be⸗ ſtimmte Bahn eines ſpäteren Lebensweges nach einer Rich⸗ tung hin, auf die er bis dahin noch mit keiner Sterbens⸗ ſylbe gedacht, und die doch ſo unendlich viel des Anziehen⸗ den beſonders für ein junges Herz hatte. Es iſt das überhaupt ſo mit uns, vorzüglich wenn

wir noch jung ſind, aber auch wohl ſelbſt in reiferen Jahren, daß wir von einer uns fernliegenden Beſchäftig⸗

ung nur die Lichtſeiten ſehen und uns in deren Kreis

wünſchen. Wie idylliſch iſt z. B. das Hirtenleben ſtets

geſchildert worden; unter einem arkadiſchen Schäfer denken

wir uns ſtets einen jungen ſehr hübſchen Mann, der mit

einem Strohhut und bunten Bändern geſchmückt, den Hirtenſtab in der Hand, auf einer Raſenbank lehnt und

Flöte ſpielt oder die Clarinette bläst. Die Schäferinnen

bekommen wir eigentlich nur auf Maskenbällen und

Bildern zu ſehen; auf denen haben ſie bunte und kurze

Kleidchen, ſind ſehr zarte Geſtalten mit einem Stroh⸗ hut und hunten Bändern, einem noch zierlicheren Schä⸗