Druckschrift 
Fritz Wildau's Abenteuer zu Wasser und zu Lande / von Friedrich Gerstäcker
Entstehung
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daran kehren, ob ihn Jemand hier ſähe, dann fiel es ihm aber auf einmal ein, wie der Weg nach Hudſon gerade in der entgegengeſetzten Richtung von dieſem Wäld⸗ chen läge; erfuhr aber ſein Pflegevater, daß er ſich hier herumgetrieben, hekam er harte Worte, ja vielleicht ſo⸗ gar Schläge und Fritz fürchtete die Schande eines Schlages mehr, als die härteſte unfreundliche Behand⸗ lung und Strafe. Deßhalb ruhig in dem Schutze des dichten Buſches, unter dem er ſich befand, ſitzen bleibend, wollte er das Vorübergehen des jedenfalls hier nur zu⸗ fällig Durchkommenden abwarten, als er durch eine kleine Lichtung(die er von ſeinem Platze vollkommen gedeckt überſchauen konnte) zu ſeinem Erſtaunen ſeinen Pflege⸗ vater erkannte, der, einen kleinen Spaten in der Hand, mit einem nicht ſehr großen, aber dem Anſcheine nach ungemein ſchweren Sack auf den Schultern herankeuchte. Er blieb oft ſtehen, um ſich entweder auszuruhen oder zu horchen, denn er wandte den Kopf in ſolchen Fällen vorſichtig nach allen Seiten und ſetzte dann ſeinen Weg, und zwar gerade auf ihn ſelber zu, fort.. So nahe war er dabei gekommen, daß Fritz ſchon im Begriffe ſtand vorzutreten, und ſich dem alten Manne auf Gnade und Ungnade zu ergeben, denn er glaubte nicht mit Unrecht, es würde beſſer ſein, ſich ſelber zu mel⸗ den denn hier gefunden zu werden, als der alte Rothhayn h ſtehen blieb, ſeinen Spaten an einen Baum lehnte den Sack vorſichtig, wie es ſchien mit Anſtreng⸗ ng aller ſeiner Kräfte, von der Schulter auf die Erde gleiten ließ. Es klang genau ſo als ob Geld darin