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zuſammentraten und ihn unterſtützen wollten— denn es ſah faſt aus, als ob er im Begriffe ſei zu verhungern. In einem ſolchen Falle kamen aber immer wieder wunderlicher Weiſe Beweiſe vom Gegentheil auf, und es gab Menſchen in der Anſiedlung, die ſogar behaupteten der alte Roth⸗ hayn ſei reicher wie ſie Alle miteinander, habe aber ſein Gold in eiſernen Töpfen verſcharrt und vergraben, anſtatt es zum Segen der Menſchen im freien Sonnenlichte ar⸗ beiten zu laſſen, und wäre mit einem Worte, der größte reiche Geizhals, den die Welt trage.
Das wäre übrigens noch Alles angegangen, wenn er eben nur allein gedarbt und gehungert hätte die Nach⸗ barn würden ſich dann vielleicht nicht einmal viel um ihn bekümmert haben, denn er war unfreundlich und barfe mit Jedem und manchmal kam es den Leuten ordentlich vor, als ob er ihnen ſelbſt das Sonnenlicht mißgönnte, das er mit ihnen theilen mußte. Aber er hatte auch noch einen Knaben bei ſich, deſſen Eltern hier in Amerika vor Jahren geſtorben waren, und der nun ganz allein in der Welt ſtand und bei dem alten Geizhals nicht etwa das Gnadenbrod verzehrte, ſondern arbeiten mußte von Früh bis in die Nacht, die wenigen Broſamen auch noch ſchwer und fauer genug zu verdienen, die ihm der alte Mann des Tas nur zu oft vorrechnete, ja und auch d


