Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

128

.

dort Mrs. Dayton’'s Pferd vor, Adele aber lenkte, ehe Sander im Stande war, ihr die hülfreiche Hand zu bieten, das kleine muntere Poney an einen, zu dieſem Zweck dort hingewälzten Stamm, und ſprang leicht und ſicher in den Sattel. Der vermeintliche Eduard Hawes konnte ihr nur noch den kleinen rothſaffianenen Pantoffel, der den Steigbügel bildete, unter die zierliche Fußſpitze ſchieben. Dann ſchwang er ſich ebenfalls auf den Ruͤcken ſeines ungeduldig ſcharrenden Thieres und fort im kurzen Galopp ſprengte die kleine Cavalcade den ſchmalen Waldweg entlang, der, am Fuß der Hügel hin, der etwa ſechs bis ſieben engliſche Meilen entfernten— Farm des alten Lively zuführte. 3

Zu derſelben Zeit, als die beiden Damen und ihr Begleiter in den dichten Büſchen der Waldung verſchwanden, kam eines jener mächtigen Flatboote mit der Strömung den Miſfiſſippi herab, und beabſichtigte allem Anſchein nach in Helena zu landen.— Außer den fünf Bootsleuten, die mit äußerſter Anſtrengung ihrer Kräfte die langen, ſchweren Finnen handhabten, das Fahrzeug dem Lande zuzuführen, ſtanden noch zwei Männer, neben dem Steuernden am Hinterruder, und zwar recht gute Bekannte von uns: der alte Edgeworth und ſein Begleiter Tom Barnwell. Dicht bei ihnen aber ſaß der alte graue Schweißhund gar ernſthaft auf ſeinem Ende und betrachtete mit unverkennbarem Intereſſe das Ufer, das er, wie das kluge Thier recht gut merkte, jetzt bald wieder einmal nach langer Waſſerfahrt betreten ſollte.

Eine Perſon an Bord zeigte ſich jedoch mit dieſer Maßregel keineswegs zufrieden, und das war der Steuermann. Vorher ſchon hatte er eine Menge von Gründen gegen das Landen erſchöpft, war aber doch zuletzt gezwungen zu gehorchen, und ſtand nun in mür⸗ riſchem Schweigen an ſeinem Ruder. Endlich brach ſich aber ſein verhaltener Ingrimm noch einmal in Worten Bahn und er ſagte, zeinen bittern Fluch der Rede voranſchickend:

„Ich will verdammt ſein, wenn es nicht baarer Unſinn iſt,