126
fanden die Bedingungen mäßig, Land und Gebäude trefflich und wurden noch in derſelben Woche Handels einig.“
„Und bei Sinkville wohnt jetzt Marie?“ rief Adele freudig.— „O wie herrlich! das liegt ja kaum ſechs Meilen von Helena ent⸗ fernt— ach, da beſuche ich Sie in den nächſten Tagen.“
„Sie darum zu bitten, iſt eigentlich der Zweck meines Hier⸗ ſeins,“ erwiederte Sander—„nur machen Sie ſich dann auf einen etwas längern Aufenthalt gefaßt, denn ſo ſchnell läßt Sie Marie gewiß nicht wieder fort. Mir iſt ſogar der dringende Auftrag ge⸗ worden, Sie— wenn das irgend möglich wäre— gleich mitzu⸗ bringen. Drüben am andern Ufer ſteht mein Cabriolet und ich habe das Pferd nur deshalb mit herübergebracht, weil ich nicht genau wußte, ob Sie in oder bei Helena Ihren Wohnſitz hätten.“
„Ei, wie wird es dann mit dem Beſuch bei Livelys werden?“ ſagte Mr. Dayton,„den wirſt Du am Ende gar aufſchieben müſſen.“
Adele ſah die Schweſter an und ein leichtes Erröthen färbte ihre Wangen.
„Nein, das geht unmöglich,“ warf aber Mrs. Dayton ein. „Wir haben erſt geſtern Abend durch den jungen Lively unſer Kommen auf heute beſtimmt anſagen laſſen; Mrs. Lively hat ſich auch gewiß eine Menge von Umſtänden gemacht, und würde es nun mit Recht ſehr übel nehmen, wenn wir unſer Wort brächen. Wie wäre es aber, wenn uns Mr. Hawes dorthin begleitete? Geſchieht das, ſo kann Adele ganz gut morgen früh und gleich von dort aus mit Ihnen aufbrechen, und Sie haben doch wenigſtens den Weg nicht vergebens gemacht.“
„Sie machen mir durch dieſe Erlaubniß eine große Freude,“ erwiederte Sander;„zwar riefen mich eigentlich in einem ſo neuen Beſitzthum wohl leicht erklärliche Geſchäfte ſchnell zurück, doch mag Vater einmal auf einen Tag länger meine Stelle verſehen. Er iſt jetzt, Gott ſei Dank, recht kräftig und wohl, und da wird es ihm


