Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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„In Georgien.— Glaubt Ihr, daß das mit jener Erbſchaft etwas zu thun hat?“

„Warum nicht? iſt nicht Simrow ebenfalls in Georgien, und Kelly ſteht mit dort in ſehr lebhafter Correſpondenz.“

„So? davon hat er mir noch gar nichts geſagt,“ meinte Black⸗ foot und ſtarrte nachdenkend auf ſeinen Sattelknopf nieder.—„Kennt Ihr denn die Dame ſchon, bei der Ihr Euch in Helena einführen wollt?“

„Ja wohl— von Indiana her,“ erwiederte jener noch immer zerſtreut..

„So? eine alte Bekanntſchaft alſo— nun da bedarfs keiner wei⸗ teren Empfehlungen; da iſt ſchon halb gewonnen Spiel. Wie heißt ſie denn?“

„Ich habe trotzdem noch eine Empfehlung an einen Verwandten von ihr, in deſſen Haus ſie lebt— an einen gewiſſen— Mr. Dayton!“

„Miſter Dayton ihr Verwandter?“ rief Blackfoot in lautem Erſtaunen, und griff ſo feſt in den Zügel ſeines Roſſes, daß die⸗ ſes zurückſprang und hoch aufbäumte.—

„Ja, der Brief iſt für ihn,“ ſagte Sander,„die Dame aber ein junges Gänschen vom Lande, doch nicht ohne richtigen Mutter⸗ witz. Sie kennt mich übrigens und die Sache hat nicht die min⸗ deſte Schwierigkeit.“

„Was kann da nur die Abſicht ſein?“

„Ei, zum Henker, was kümmerts mich.— Ich habe nur den Auftrag ſie, womöglich in Güte, bis ſpäteſtens Sonnabend Abend, an einen mir genau bezeichneten Ort zu ſchaffen und das Weitere dann dem Capitain zu überlaſſen. Dafür bekomme ich tauſend Dollar aus ſeiner Privatcaſſe. Aber was wollt denn Ihr oben in Helena— auch etwa kleine Privatgeſchäfte, eh? Hört Blackfoot, Ihr habt Euch heute ſo ſtattlich herausgeputzt— ich⸗ will doch nicht hoffen—“