Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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im Juni, in öffentlicher Sitzung vorgetragen und beſchloſſen wer⸗ den. Acht Tage ſpäter können wir dann ein Dampfboot an Ort und Stelle haben, und in zwei Tagen mehr ſind wir im Stande, es ganz nach unſerem Wunſche nicht allein einzurichten, ſondern auch zu ſtationiren.“

„Es müßte natürlich nur von den Unſeren bemannt werden.“

„Das verſteht ſich, und eben dieſe Wahl der zu den verſchie⸗ denen Poſten zu Verwendenden muß ebenfalls zu gleicher Zeit ſtattfinden, ſonſt gäbe es ja nachher Mord und Todtſchlag. Es würde Jeder Capitain, Keiner aber Feuermann und Deckhand ſein wollen.“

„Der Capitain muß jetzt viel baares Geld liegen haben;“ ſagte Sander nachdenkend—„es ſind in letzter Zeit gewaltige Poſten eingegangen. Wie viel iſt wol in der Caſſe?“

„Ich weiß es nicht,“ erwiederte Blackfoot—„wahrſcheinlich wird er doch am Sonnabend ebenfalls Rechnung ablegen.— Er hat aber wol viel Geld nach Mexico geſchickt, wo er, wie mir geſagt iſt, eine bedeutende Landſtrecke fur uns gekauft haben ſoll.“

„Hat ihm denn die Geſellſchaft dazu den Auftrag gegeben?“ frug Sander, und wandte ſich plötzlich nach ſeinem Begleiter um.—

„Ich glaube kaum,“ ſagte dieſer—„doch wozu auch? Wenn er es einmal für gut und nöthig hielt, ſo können wir Anderen auch damit zufrieden ſein. Aufrichtig geſagt iſt's mir, nach der letzten Geſchichte am Fourche la fave, und nach den keineswegs tröſtlich lautenden Nachrichten, gar nicht mehr ſo heimlich im Miſſiſſippi, wie früher. Ich denke immer, es könnte uns einmal uͤber kurz oder lang etwas Menſchliches begegnen, und— das mag dem Capitain wol auch ſo gehen; der Plan mit dem Dampfboot und dem ange⸗ kauften Land iſt deshalb auch ganz gut.“

„Ja,“ ſagte Sander,„gewiß— heißt das, wenn es von dem Gelde angeſchafft wird, was der Capitain in ſeiner Verwahrung hat — ſonſt nicht.— Sonſt erſchöpfen wir unſere Privateaſſen bis