Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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Stämme erlaubte, nach beſten Kräften, und der üppige Wuchs der Schlingpflanzen ſchien ſich in dieſer Umgebung beſonders wohl und kräftig zu befinden. An wenigen Stellen waren dabei die Strahlen der Sonne vermögend geweſen, durch das Gewirr von Laub und Aeſten zu dringen, und wo ihnen das wirklich gelang, da ſpielte auch ſicherlich ein dichter Schwarm ſchlankhüftiger Mosquitos in dem warmen, die feuchten Schwaden der Nachtluft vertreibenden Lichte. Heruntergebrochenes Holz ſtarrte überall vom Boden auf, und an den wenigen Plätzen, die das Auge noch erkennen konnte, verſtattete das dichte, hier nie von einem Wind verwehte Laub den einzelnen Grasſpitzen kaum, ſich Bahn hindurch zum Lichte zu brechen.

Die Reiter ſchienen aber an ihre öde Umgebung gewöhnt. Kei⸗

nen Blick warfen ſie weder rechts noch links auf die ſie umſchließende Wildniß, nur vor ſich nieder ſahen ſie, vor die Hufen ihrer Pferde, dieſen, durch ihre höhere Stellung begünſtigt, das Terrain über⸗ blicken zu helfen und die beſte, das heißt die am wenigſten ſchlechte Bahn auszuſuchen. . Spo ſehr aber auch der Aelteſte und Stärkſte von ihnen in ſeine ganze Umgebung paſſen mochte, ſo ſehr ſtach der zweite, Jün⸗ gere, dagegen ab. Ein mit den näheren Verhältniſſen nicht Vertrauter hätte auch wahrlich ſtaunen ſollen, wenn er die zierliche ſchlanke, faſt ſtutzerhaft gekleidete Geſtalt auf dem prächtigen und edlen Roſſe an einem Orte gefunden, zu dem ſich, wie jeder vernünftige Menſch glauben mußte, eigentlich nur ein Bärenjäger verirren konnte.

Er war ſchlank, ja faſt ſchmächtig gebaut und ganz nach dem modernſten Schnitt der Pariſer Moden in einen leichten hellbrau⸗ nen Frack, weißſeidene Weſte, braunſeidenen Slips und großcar⸗ rirte Pantalons gekleidet. Den untern Theil der letzteren hatte er aber, um ſie vor dem Beſpritzen zu wahren, nach Art der Hin⸗ terwaldler, mit einem breiten Stücke grellrothen Flanells umwunden,

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