Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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Snags und Sawyers des Miſſiſſippi zuſammen. Aus den dicht⸗ verworrenen Dickichten des Inſelufers aber ſchauten ihm dann ein paar höͤhniſch lachende Augen nach, und eine rauhe Stimme brummte heimlich in den Bart:

„Sei froh, Burſche, daß Du Dich haſt warnen laſſen, das Land hier zu betreten, Du hätteſt ſonſt eine ruhigere und längere Nacht gehabt, als Du es Dir wol je im Leben träumen ließeſt.“

Daß jene Snags und Sawyers keineswegs wirkliche vom Strom angewaſchene Stämme, ſondern nur auf künſtliche Weiſe, durch Anker und verſteckte Boyen hergeſtellte Blendwerke ſeien, dachte natürlich Niemand. Aus der Ferne ſahen ſie auch täuſchend genug aus, und nur ganz in der Nähe und nach genauer Unterſuchung hätte man dem Geheimniß auf die Spur kommen können. Wer von den Schiffern würde aber ſeine Zeit daran verſchwendet haben? Das ſtarre, dem Waſſer entragende Holz war ihnen genug, und ſo weit wie möglich beſchrieben ſie den Kreis, der fie aus der Nähe ſolcher„Bootvernichter“ bringen ſollte.

Die ziemlich nahe zum linken Ufer gelegene Inſel war drei engliſche Meilen lang, oben ziemlich breit und auf dieſer Seite von einer Maſſe angeſchwemmter Stämme förmlich verpalliſadirt, und lief am untern Theile ſpitz zu. Dort hatte ſich aber eine ziemlich bedeutende und wol eine volle Meile ſtromabgehende Sandbank gebildet, die unter dem Waſſer hin zu einem eine halbe Meile tiefer gelegenen Eiland führte. Im Ganzen wurde dieſes letztere noch mit zu Einundſechzig gezählt, da das Waſſer zwiſchen beiden zu ſeicht war, größeren Flatbooten eine Durchfahrt zu geſtatten, in Wirk⸗ lichkeit war es aber von der obern größern Inſel, ſelbſt beim niedrigſten Waſſerſtande vollkommen getrennt und wurde, wenn im Juli die Schneewaſſer aus den Felſengebirgen herabkamen, oft gänzlich von dieſen bedeckt. Die Inſulaner nannten dieſes kleine Eiland übrigens, da ſie es im Fall einer Entdeckung als letzte Zu⸗ flucht betrachteten, die„Nothröhre.“