Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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ſiven Mahagoni⸗Meubles, die ſchneeweißen Vorhänge, die elaſtiſchen. mit dunkelm Damaſt überzogenen Ruheſeſſel und Stühle verkündeten deutlich genug, daß hier Wohlhabenheit, wenn nicht Reichthum berrſche. Viele andere Kleinigkeiten— wie z. B. zierliche Nipps⸗ figuren auf den kleinen Seitentiſchen, angefangene weibliche Arbei⸗ ten— der Nähtiſch am linken Eckfenſter mit dem ſauber aus Korb geflochtenen Strickkörbchen an der Seite, goſſen dabei jenen Zauber über das ſtille wohnliche Zimmer, den nur die Gegenwart holder Frauen einem Gemach, und ſei es ſonſt das prächtigſte, zu verleihen im Stande iſt.

Ein kleiner fröhlicher Kreis hatte ſich aber auch um den run⸗ den, zum Sopha gerückten Tiſch verſammelt, auf dem die engliſch⸗ broncene weitbauchige Theemaſchine ziſchte und qualmte, und fröh⸗ liches Lachen tönte dem jetzt eben an die Hausthür pochenden Squire entgegen, der wunderbarer Weiſe einen gar ernſten, ja faſt traurigen Blick zu den hellerleuchteten Fenſtern hinaufwarf.

Da verſtummte das Lachen plötzlich, oder ward wenigſtens von den rauſchenden Tönen eines deutſchen Walzers übertäubt, den ge⸗ übte Finger einem wohlklingenden, kräftig beſaiteten Flügel entlock⸗ ten. Mr. Dayton mußte auch wirklich zur Klingel ſeine Zuflucht nehmen, den Dienſtboten, die oben auf der Treppe ſtanden und den ſo gern gehörten Melodieen lauſchten, ſeine Gegenwart zu verkünden.

Einmal das Haus betreten, ſchien aber auch ſeine ganze frühere Heiterkeit zurückgekehrt zu ſein, wenigſtens blitzte ſein Auge freier und fröhlicher. Er flog ſchnellen Schrittes die Stufen hinauf und ſtand im nächſten Augenblicke bei den Seinen und von all dem Lärmen und Jubel umgeben.

„Endlich— endlich!“ rief da die Clavierſpielerin, ſprang auf und eilte, als Mr. Dayton in der Thür erſchien, dieſem entgegen. „Der geſtrenge Herr haben heute unverzeihlich lange auf ſich warten laſſen.“