Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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liche Behaglichkeit entbehrt, ſo iſt es auch mit dieſen, doch eigentlich für die Bequemlichkeit der Reiſenden hingeſtellten Gaſthäuſern.

Schon die ganze innere Einrichtung beweiſt das.— Nur vor

dem Kamin ſtehen Stühle, und um denſelben, ſelbſt im Sommer, wenn kein Feuer darin brennt, ſammeln ſich aus alter Gewohn⸗ heit die Gäſte, und ſpritzen ihren Tabaksſaft in die liegengebliebene uſche. Keiner ſetzt ſich mit ſeinem Glaſe zum Tiſch und verplau⸗ dert ein halbes Stündchen mit dem Freunde;— keiner liegt, im Stuhl behaglich zurückgelehnt, und beobachtet die Kommenden und Gehenden. In Gruppen ſtehen ſie beiſammen— das kaum ge⸗ füllte Glas wird ſchnell geleert, höchſtens einmal eine Zeitung durchflogen, und wieder fort ſturmt der erſt eingekehrte Gaſt ſeinen Geſchäften oder ſeinem Vergnügen nach.

Das Union⸗Hotel machte keine Ausnahme von dieſer ziemlich allgemeinen Regel. Der Thür gegenüber befand ſich der Schenk⸗ ſtand, hinter dem ein junger Mann kaum Haͤnde genug zu haben ſchien, die verlangten Gläſer zu füllen.— Links war der Kamin, rechts führten drei Fenſter auf die Elmſtreet hinaus, während neben der Thür zwei andere vorn heraus eine Ausſicht durch die Veranda nach der breiten Frontſtreet und zugleich mit auf die Dampf⸗ und Flatboot⸗Landung und den Strom gewährten. In der Mitte des ziemlich großen Raumes ſtand ein breitfüßiger, vier⸗ eckiger Tiſch, auf dem ein paar Zeitungen, die State Gazette, der Cherokee advocate, und das New-Orleans-Bulletin lagen, und ein Dutzend Stühle, ein kleiner Nürnberger Spiegel und eine un⸗ vermeidliche Yankee⸗Uhr über dem Kaminſims ffüllten den übrigen Platz an Meubles aus..

Intereſſanter aber waren die Gruppen, die in den verſchiede⸗ nen Theilen des Zimmers umherſtanden.— Nur zwei Leute ſaßen nämlich, und dieſe zwar, wie zwei Kaminverzierungen, an beiden Seiten deſſelben: die Rücken der Geſellſchaft zugedreht, und die Beine hoch oben auf dem Sims, neben der Uhr.

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