Teil eines Werkes 
1. Bd. (1864)
Entstehung
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terwäldler, theils in die blauen Jeansfracks der etwas mehr civili⸗ ſirten Städter gekleidet, in Gruppen umher, während heftige Reden und lebhafte Geſticulationen ihr Geſpräch als ein keineswegs all⸗ tägliches verkündeten.

Vor dem Union⸗Hotel— dem beſten Gaſthauſe der Stadt— ſchien ſich ganz beſonders ein nicht geringer Theil dieſer Menſchen⸗ maſſe concentrirt zu haben, und der Wirth deſſelben, eine lange hagere Geſtalt, mit blonden Haaren, ſcharfen Backenknochen, etwas ſpitzer, geradevorſtehender Naſe, aber blauen gutmüthigen Augen, kurz jeder Zoll ein Yankee, hatte ſchon eine geraume Zeit dem Drängen und Treiben vor ſeiner Schwelle mit augenſcheinlichem Wohlbehagen zugeſehen. Im Innern des Hauſes fehlte es allerdings keineswegs an Arbeit, und die thätige Hausfrau hatte, von ihrem Dienſtboten und einem Neger unterſtützt, alle Hände voll zu thun die Gäſte zu befriedigen, und Schlafſtellen für Die herzurichten, die zu weit entfernt von Helena wohnten. Trotzdem aber verharrte der Wirth in ſeiner ruhigen Stellung, und kümmerte ſich nicht im Geringſten um das innere Hausweſen.

Durch den Wortwechſel und vielleicht auch durch geiſtige Ge⸗ tränke erhitzt, artete indeß die bisherige ruhige, wenigſtens friedliche Unterhaltung immer mehr und mehr aus.— Einzelne heftige Flüche und Drohungen überſchallten zuerſt für Augenblicke das übrige Wortchaos, und plötzlich kündete ein ſcharfer Schrei und ein wildes Drängen, wie es endlich, was der laͤchelnde Wirth ſchon lange er⸗ ſehnt haben mochte, zu Thätlichkeiten gekommen ſei.

Mit halbvorgebeugtem Oberkörper, die beiden Hände tief in den Beinkleidertaſchen, und die rechte Schulter an den Pfoſten ſeiner Thür gelehnt, ſtand er da, und man ſah es ihm ordentlich an, welch Vergnügen ihm ein Kampf mache, deſſen Reſultat ſo ganz ſeinen Wünſchen entſprochen haben mußte.

Der nämlich, der den erſten Schlag gegeben, war ein kleiner unterſetzter Irländer, mit brennend⸗ rothen Haaren und wo möglich